Das Basilikum

Basilikum ist eine der bekanntesten Pflanzen fĂĽr die Fensterbank. Dort kann es auch im Winter den Garten in deine Wohnung holen.
Hier erhältst du Tipps und Tricks rund um Anbau, Pflege und Ernte von Basilikum.

So funktioniert's:

  • Gute Vorbereitung ist alles!

    Erster Schritt in Richtung einer erfolgreichen Ernte: gutes,
    hochwertiges Saatgut kaufen. Hast du außerdem an gute Erde und Töpfe gedacht? Unsere Kokoserde und Kokosfaser-Töpfchen eignen sich auch zum anbauen von Basilikum.

  • Anpflanzen

    Ab März kannst du mit der Aussaat ins Freiland beginnen. Ein Vorziehen ist dabei nicht notwendig. Die Samen auf die Erde legen und nur ganz leicht mit Erde bedecken. In der Wohnung kann Basilikum ganzjährig angepflanzt werden.

  • Pflegen

    Basilikum hat einen mittleren bis hohen Nährstoffbedarf und sollte im Topf alle 4 Wochen gedüngt werden. Der Boden sollte locker sein und die Pflanzen brauchen einen sonnigen, windgeschützen und warmen Standort. Es sollte nicht zu viel gegossen werden.

  • Ernten

    Im Freiland können die Blätter ab Mai geerntet werden, drinnen ist eine ganzjährige Ernte möglich. Am besten immer ganze Triebspitzen ernten. Wenn einzelne Blätter abgezupft werde, kann das Basilikum schwerer nachwachsen. Zur Saatgutentnahme bei Bedarf ausblühen lassen. Die Vermehrung über Teilung der Staude oder einpflanzen der Triebe ist einfacher.

Basilikum-Steckbrief: Alles auf einen Blick

  • Aussehen

  • Anbau

  • Pflege

  • Ernte

  • Verwendung

  • Basilikum

Es gibt viele verschiedene Basilikumsorten. Gemeinsam haben sie den aufrechten Wuchs und die vierkantigen Stiele. Sie erreichen eine Höhe von 20-60cm.

Auf dem Fensterbrett kannst du das ganze Jahr Basilikum anpflanzen. Du solltest allerdings darauf achten, dass dein Basilikum ausreichend mit Sonnenlicht versorgt ist. Der Boden sollte nährstoffreich und luftig sein.

Basilikum ist eine eher unkomplizierte Pflanze. Der Wasserbedarf ist eher gering, zu viel Wasser kann zu Wurzelfäule führen. Wenn du Basilikum im Topf anbaust, ist alle 4 Wochen eine Düngung mit organischem Material empfehlenswert. Wenn ab Juni die Blütenbildung beginnt, solltest du die kleinen weiß bis roten Blüten abschneiden, da sonst weniger Energie in das Blätterwachstum gesteckt wird.

Erntereif ist Basilikum etwa 8-10 Wochen nach der Aussaat, im Freiland dementsprechend bereits ab Mai. Knipse einfach kurz oberhalb der neuen kleinen Triebe die Blätter ab. So kann sich der Basilikum gut regenerieren.

Basilikum hilft gegen leichte Erkältungssymtome und Magenbeschwerden. Der Geschmack des mediterranen Krauts wird in Pestos, zur Verfeinerung von Pasta und in Rohkost wie Salaten oder in Kombination mit Tomaten geschätzt.

Hier kannst Du deine neu gewonnenen Fähigkeiten gleich ausprobieren. Dein erstes selbst gezogenes Basilikum wartet schon auf dich!

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Verschiedene Basilikumsorten (rotes Basilikum, Zimtbasilikum, klassisches Basilikum)
Informationen zum Anbau des Basilikums: Aussaat, Standort, Pflanzabstand, Keimart, Beetnachbarn, Saattiefe und Bodenart
Informationen zur Pflege des Basilikums: Bodenfeuchte, Düngung, Wuchstyp, Keimtemperatur, PH-Wert, Keimdauer, Nährstoffbedarf
Informationen zur Ernte des Basilikums: Blütezeit, Erntezeit, Vermehrung und Wuchshöhe
Informationen zur Verwendung des Basilikums: Konservierung und Heilwirkung
Basilikum

Samenentnahme

Wie funktioniert das mit dem samenfest ĂĽberhaupt...?

Da unser Saatgut samenfest ist, kannst du aus deinem Basilikum Saatgut gewinnen. Basilikum ist ein mehrjähriges Kraut, du musst es also nicht jedes Jahr neu anpflanzen. Im Freiland kann Basilikum in Deutschland allerdings nicht als mehrjährige Pflanze wachsen, weil es zu kalt ist. Wenn du es im Winter nach drinnen holst, kann kannst du dein Basilikum natürlich auch mehrere Jahre nutzen.

Eine Vermehrung über Staudenteilung ist einfacher als die Samengewinnung. Diese funktioniert ganz unkompliziert: du nimmst den Wurzelballen aus dem Topf, trennst ihn in mehrere Teile und pflanzt diese einzeln wieder ein. Du kannst auch einen etwa 10cm langen Trieb abschneiden, die unteren Blätter entfernen und ihn dann in ein Glas mit Wasser stellen bis er Wurzeln bildet (das dauert etwa eine Woche). Dann kannst du einen Topf mit Erde füllen und den Basilikumkeimling hineinpflanzen.

Selbstverständlich funktioniert auch die klassische Saatgutentnahme. Lasse einfach einen Teil deines Basilikums blühen (im Freiland sind Basilikumblüten übrigens eine tolle Nahrungsquelle für Insekten). Wenn die Blüten trocken werden, pflückst du die Triebe mit den Blüten und schüttelst vorsichtig die kleinen schwarzen Samen heraus. Breite sie zum Trocknen auf einem Tuch oder einem Tablett aus. Wenn das Saatgut komplett durchgetrocknet ist, kannst du es luftdicht verpacken und an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. Wenn du dein eigenes Saatgut gewonnen hast, ist es (bei richtiger Lagerung) oft mehr als 5 Jahre keimfähig.

Beschreibung des Aussehens des Basilikums "Großblättrig"

Basilikum "Großblättrig"

Das Basilikum ist ein absoluter Allrounder und wohl eines der beliebtesten Küchenkräuter.

Es fehlt noch in deiner KĂĽche? Dann nichts wie los.

Essen kannst du sowohl die Blätter und Stiele, als auch die Samen. Zur Konservierung, kannst du das Basilikum einfrieren, trocknen oder in Öl einlegen. Das italienische Basilikum eignet sich perfekt für klassische Gerichte, wie Saucen oder Aufläufe.

Die Heilwirkung des Basilikums liegt in seiner beruhigenden und krampf- sowie schleimlösenden Eigenschaft. Doch das war noch lange nicht alles. Basilikum wirkt antibakteriell, antioxidativ und soll das Immunsystem stärken.

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Beschreibung des Aussehens des Zitronenbasilikums

Zitronenbasilikum

Ocimum basilicum

Das perfekte Basilikum fĂĽr Limonaden und Desserts gesucht?

Wie es der Name schon sagt, riecht das Basilikum schön nach Zitrone und überzeugt auch geschmacklich mit seiner außergewöhnlichen Note. Dadurch ist es perfekt geeignet für ein winterliches Dessert, aber auch für eine leckere selbstgemachte Limonade. Herzhaften Gerichten kann das Basilikum ebenfalls den extra Kick geben.

Die Pflanze ähnelt optisch dem klassischen Basilikum, wobei die Blätter spitzer zulaufen und leicht gezackt sind. Es eignet sich ebenfalls perfekt für den heimischen Kräutergarten oder auch für den Anbau im Freiland.

Beschreibung des Aussehens des Zimtbasilikums

Zimtbasilikum

Ocimum basilicum

Zimtliebhaber aufgepasst! Dieses Basilikum ist wirklich exotisch und geschmacklich sowie optisch ein echter Hingucker!

Zimtbasilikum riecht nicht nur sĂĽĂźlich nach Zimt, sondern schmeckt auch ein wenig so.

Es eignet sich daher super für einen herbstlichen Tee, als Gewürz, oder auch für Desserts. Wie wäre es zum Beispiel mit Zimtbasilikumeis?

Gleichzeitig tust du deiner Gesundheit etwas Gutes und die Pflanze sieht einfach wunderschön aus. Das Basilikum bildet hübsche violette Blüten, die einen Klecks Farbe in deinen Kräutergarten bringen.

Das Beste: Wenn du eine sehr sonnige Fensterbank hast, kannst du auch im Winter dein eigenes Zimtbasilikum anbauen und es ist anfängergeeignet.

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Beschreibung des Aussehens des Thaibasilikums

Thaibasilikum

Ocimum basilicum

Das Thaibasilikum zeichnen insbesondere sein violetter Stiel und seine rosafarbenen Blüten aus. Die Blätter laufen spitz zu und sind zackig.

Der typische Basilikumgeschmack wird beim Thabasilikum durch eine Anisnote verfeinert. Besonders gut macht es sich daher bspw. in einem leckeren Curry.

Wenn du diese exotische Variante noch nicht probiert hast, wird es höchste Zeit!

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Expertenwissen: Unser groĂźer Basilikum-Steckbrief

Ursprünglich stammt das Königskraut, wie Basilikum auch genannt wird, aus Indien. Heute ist es aber fast überall auf der Welt zu finden. Es gehört zur Familie der Lamiaceae (Lippenblütler) und mittlerweile gibt es über 65 verschiedene Arten. Basilikum bildet vergleichsweise tiefe, dafür aber schmale braune Wurzeln. Die Blätter sehen je nach Sorte verschieden aus, werden aber zwischen 4-6cm lang. Den charakteristischen Geruch erhält Basilkum durch Öldrüsen an den Blättern, die ätherische Öle bilden.

Die Blüten des Basilkums sind weiß bis rosa, bei einigen Sorten sogar dunkelrot. Sie bilden sich am oberen Ende der Triebe und sind beliebt bei Insekten. Wenn die Blätter für den Verzehr geerntet werden sollen, sollten die Blütentriebe, die sich zwischen Juni und September bilden, abgeschnitten werden. Sonst geht die Energie der Pflanze in die Blütenbildung und es werden weniger Blätter gebildet. Beim Pflücken der Blätter sollte darauf geachtet werden, dass immer die Spitze mit mehreren Blättern kurz über den bereits neu gebildeten, kleinen Blättern abgeknipst wird. Wenn einzelne Blätter abgezupft werden, kann der Basilikum diese nicht so gut nachbilden.

Ab März kann Basilikum draußen gesät werden, aber am bekanntesten ist das Kraut wohl als ganzjährige Topfpflanze auf dem Fensterbrett. Da es eine hohe Keimtemperatur (20-25°C) benötigt, bietet sich das auch an. Generell ist Basilkum -wie viele andere Kräuter- gut für ungeduldige Gärtner geeignet. Denn breits nach 7-14 Tagen keimen die Samen und nach 8-10 Wochen kannst du die ersten Blätter ernten.

Basilikum bevorzugt einen sonnigen und windgeschützen Standort, an dem die Erde locker und nährstoffreich ist. Der Nährstoffbedarf von Basilikum ist eher hoch, wird aber in der Gartenpraxis oft unterschätzt. Darum solltest du deinem Bsilikum im Topf alle 4 Wochen einen organischen Dünger gönnen. Auch das Gießen des Basilikums benötigt etwas Übung. Die Erde sollte nie austrocknen, da Basilikum sehr empfindlich auf Trockenheit reagiert. Andererseits ist es auch sehr anfällig für Wurzelfäule, wenn sich das Wasser staut. Daher sollte Basilikum auf jeden Fall in Töpfe mit Abflusslöchern gepflanzt werden und die Wasserverorgung im Blick behalten werden.

Eine weitere Krankheit, die bei Basilikum häufig vorkommt, ist ein Befall mit Septoria, einem Pilz der gelbe bzw. braune Stellen an den Blättern verursacht. Betroffene Triebe sollten entfernt und im Zweifelsfall auch die Erde gewechselt werden.

Aus der mediterranen Küche ist Basilikum nicht mehr wegzudenken. Das aromatische leicht pfeffrige Kraut wird zum Verfeinern vieler Gerichte geschätzt, das berühmteste ist wohl das Basilikumpesto, aber auch in Salaten und in der Kombination mit Tomaten wird es genutzt. Es soll fiebersenkende Eigenschaften haben und Magenbeschwerden lindern.